Marias Testament
Donnerstag, 05. Dezember 2019, 20.00 Uhr
Marias Testament
Schauspiel von Colm Tóubín
Eine Mutter erzählt die Tragödie ihres Lebens. Sie erzählt von der Entfremdung, vom grausamen Tod ihres Sohnes. Sie erzählt dies alles aus der Perspektive ihrer eigenen, individuellen Erfahrung. Maria ist, in der Erzählzeit des Stückes, mittlerweile eine alte Frau, lebt allein in der antiken Stadt Ephesos, hadert mit düsteren Erinnerungen und merkt, dass sie belauert wird. Zwei sehr zudringliche Jünger Jesu suchen sie in ihrem Haus auf, fragen sie nach den Ereignissen im Leben Jesu aus, die sie doch aus nächster Nähe erlebt haben muss: Die Wunder, die er vollbrachte, den Märtyrertod am Kreuz, den er erlitt, die Wiederauferstehung. All jene Ereignisse also, aus denen in der Überlieferung der Evangelisten der zentrale Teil des Neuen Testaments besteht. Maria bestätigt den biblischen Sinn dieser Ereignisse keineswegs. Von Erlösung hält sie so wenig wie vom Glauben an die Wiederauferstehung.

Atemloses Schweigen, dann orkanartiger Beifall. Nicole Heesters glänzt in Colm Tóibíns Monolog „Marias Testament“
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Besucherring: A + Freier Verkauf
Inszenierung: Elmar Goerden
Mitwirkende: Nicole Heesters
Hamburger Kammerspiele
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